Unternehmenswebseite aufbauen: Die Kaufentscheidung unterstützen
Eine B2B-Website wird von unterschiedlichen Personen gelesen: Fachabteilung, Einkauf und Entscheidungsträger brauchen nicht dieselben Informationen. Plane die Website deshalb entlang ihrer Fragen, nicht entlang einer festen Seitenzahl oder eines gewünschten Textumfangs.
Die wichtigsten Fragen sammeln
Sprich mit Vertrieb und Kundenservice über tatsächliche Anfragen:
- Für welche Unternehmen ist die Leistung geeignet?
- Welche Voraussetzungen und Grenzen gibt es?
- Wie läuft ein Projekt oder eine Lieferung ab?
- Welche Unterlagen braucht der Einkauf?
- Welche Informationen fehlen häufig vor einem Angebot?
Ordne anschließend jeder Seite eine Aufgabe zu.
Eine brauchbare Struktur
Die Startseite erklärt Angebot und Zielgruppe und führt zu relevanten Leistungen. Leistungsseiten beschreiben Umfang, Voraussetzungen, Ablauf und gegebenenfalls Kostenlogik. Die Unternehmensseite zeigt reale Ansprechpartner und nachweisbare Qualifikationen.
Referenzen sind hilfreich, wenn Freigaben und Belege vorhanden sind. Ohne echte Fallstudien kannst du eigene Arbeitsproben oder klar als solche bezeichnete Demonstrationen zeigen. Erfinde weder Kundenzahlen noch Renditen, Sterne oder Zertifikate.
Ein Blog ist nur sinnvoll, wenn eigenständige Kundenfragen beantwortet und Inhalte gepflegt werden können. Es gibt keine SEO-Pflicht zu monatlichen Artikeln oder Mindestwortzahlen.
Den Anfrageweg planen
Erfrage nur Angaben, die zur Einordnung nötig sind. Ein Pflichttelefonfeld kann sinnvoll sein, wenn Rückruf Voraussetzung ist; andernfalls sollte ein alternativer Kontakt möglich bleiben.
Definiere intern:
- Wer erhält und prüft die Anfrage?
- Wo wird sie gespeichert?
- Wann wird sie weitergegeben?
- Welche Eingangsbestätigung erhält der Absender?
- Was passiert bei Zustellfehler oder Urlaub?
Teste nicht nur das Formular, sondern den tatsächlichen Eingang und die Bearbeitung. Newsletter-Einwilligung und Projektanfrage sind getrennte Zwecke.
Redaktion und Technik gemeinsam abnehmen
Wähle ein CMS nach den realen Pflegeaufgaben und Teamkenntnissen. Ein Headless-System ist nicht automatisch professioneller, ein statischer Ansatz nicht automatisch unpflegbar.
Prüfe mobile Nutzung, Tastaturbedienung, verständliche Fehlermeldungen, Ladeverhalten und interne Links. Bei einem Relaunch gehören alte URLs und passende Weiterleitungen in die Planung. Impressum und Datenschutz richten sich nach dem tatsächlichen Unternehmen und der eingesetzten Datenverarbeitung; ein generischer Haftungsausschluss macht die Website nicht rechtssicher.
Qualität und Ergebnis messen
Erfasse passende Anfragen, deren Bearbeitung und späteren Status im CRM. Seitenbesuche oder Formularabschlüsse allein beweisen keinen Geschäftserfolg. Rechne Akquise-, Projekt- und Betriebskosten mit, statt Websiteumsatz als Gewinn auszugeben.
Natürliche Begriffe, verständliche Titel und hilfreiche Verweise unterstützen Auffindbarkeit. Keyworddichte und Ortskopien sind kein Ersatz für ein klares Angebot. Die Website ist ein Teil des Vertriebsprozesses, kein garantierter Leadgenerator.